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E-Scooter - Worauf ist unbedingt zu achten?

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E-Scooter- Umweltfreundliche Fortbewegung oder erhöhte Unfallgefahr?

Rund 66 Prozent der 16- bis 64-jährigen Bundesbürger halten nach einer Bitkom-Umfrage den E-Tretroller für eine gute Ergänzung im deutschen Verkehr. Die Hälfte hält sie sogar für einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz in Deutschland. In vielen Ländern sind sie bereits im öffentlichen Straßenverkehr am Rollen.

Hierzulande sind bis dato die elektronischen Tretroller nur auf Privatgeländen und nicht öffentlichen Plätzen gestattet. Ein E- Scooter ist laut Gesetzgeber ein Elektrokleinstfahrzeug.

Jedoch bereits vor der offiziellen Straßenzulassung wurden Tausende E-Scooter in Deutschland verkauft. Die Mehrheit der verkauften E- Scooter erfüllen die Vorgaben aber meist nicht. Eine nachträgliche Genehmigung zu erhalten ist kaum möglich.

Erst ab dem 15.06.2019 ist der Betrieb eines E- Scooters in Deutschland im öffentlichen Straßenverkehr erlaubt.

Der Bundesrat hat die Elektrokleinstfahrzeug-Verordnung erlassen und die E-Scooter dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Welche Voraussetzungen die Roller an sich erfüllen müssen und welche Vorschriften es gibt, erfährst Du hier.

Vorab solltest Du wissen, dass die E-Scooter in Deutschland gesetzlich als Kraftfahrzeug ( KFZ ) eingeordnet werden. Im Ausland ist das zum Teil anderes geregelt. Alleine an diesem Punkt merkt man, warum es im Vorfeld eine hitzige Diskussion über die neuen Flitzer gab. Die Begründung ist: Die E-Scooter sind motorisiert und bewegen sich ohne eigene Kraftanstrengung fort – anders als beim E-Bike/ Pedelec.


Wie sind die gesetzlichen Vorschiften und Regeln für E- Scooter?

  • Es besteht eine Versicherungspflicht, der Eigentümer erhält von der Versicherung einen Aufkleber, der am Schutzblech seines E-Rollers angebracht werden muss. Wer ohne Versicherung auf öffentlichem Grund fährt, macht sich strafbar und riskiert empfindliche Strafen.
  • Die E-Scooter dürfen nur eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20km/h fahren.
  • Die Standflächen müssen rutschfest sein.
  • Es müssen zwei voneinander unabhängige Bremsen vorhanden sein.
  • Eine Beleuchtung und seitliche Reflektoren sind vorgeschrieben, sowie eine Klingel/ Glocke.
  • Anhänger oder sonstige Anbauten sind verboten.
  • Maximalgewicht ohne Fahrer 55 Kg.
  • Steuerelemente müssen beim Loslassen sofort in Nullstellung zurückspringen.
  • Eine Datenbestätigung des Herstellers mit allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE) und Fahrzeugidentifikationsnummer ist nötig.
  • Auf einem Fabrikschild, das fest mit dem Fahrzeug verbunden ist, muss die Fahrzeugidentifikationsnummer stehen.

Solltest Du bereits eine E-Scooter gekauft haben, der nur einen der oben genannten Punkte nicht einhält, darfst Du nicht am öffenltichen Straßenverkehr teilnehmen.

 

Es werden Bußgelder bis zu 70,00 € verhängt. Aus unserer Sicht ist es durchaus wahrscheinlich, dass zum Verkaufsstart der E-Scooter von der Polizei akribisch kontrolliert wird!

Es besteht keine Helmpflicht, wie bei Mopeds oder Mofas und auch ist keine Prüfbescheinigung/ Führerschein notwendig. E-Scooter dürfen auf Radwegen sowie gemeinsam genutzten Geh- und Radwegen fahren, wenn die fehlen, dürfen sie auf die Straße. Außerdem musst Du mindestens 14 Jahre alt sein! Die im Gesetzesentwurf diskutierte Altersgrenze von 12 Jahren mit einer geringeren Höchstgeschwindigkeit (12 km/h) ist vom Tisch.


Was ist bei der Versicherungspflicht für E- Scooter zu beachten?

Auf dem Papier gehört der elektronische Tretroller, wie bereits erwähnt, in die Kategorie Auto und Motorrad und deshalb besteht eine Versicherungspflicht und eine KFZ-Haftpflichtversicherung ist ein MUSS.

Die Kosten betragen sich analog der Moped-Versicherung und je nach Anbieter zwischen 30-100 € im Jahr. Es gibt keine Plakette, sondern einen Aufkleber.

Hier kannst Du einfach & bequem, ab 2,29 €/ Monat, online deine Kfz- Versicherung für deinen E-Scooter abschließen. Du bekommst dann morgen deinen Versicherungsaufkleber per Post zugestellt.


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Fazit E-Scooter:

In einigen europäischen Metropolen hat man bereits die Vorschriften verschärft, da es insbesondere auf Gehwegen zu Unfällen kam. Auch dort darf man nur noch auf Radwegen oder nur in bestimmten Bereichen, wie in einer 30er Zonen fahren. Der Boom der E-Scooter ist derart extrem, das man zum Beispiel in Madrid beschlossen hat, die Lizenzen für Miet-Tretroller zu limitieren. Auch in Deutschland sieht man zumindest in Großstädten ein Riesen-potential für den Verleih von E-Scootern. In wie weit es eine Gefährdung und Zuspitzung der innerstädtischen Verkehrslage gibt, wenn unzählige E-Scooter durch die Stadt flitzen, wird man in naher Zukunft sehen.

Experten sprechen von einer erhöhten Unfallgefahr.

Vielleicht werden diese elektrobetriebenen Fahrzeuge die Zukunft sein? Wenn viele auf das Auto verzichten und auf beispielsweise E-Scooter umsteigen, ist es sicherlich umweltfreundlicher und beruhigt die Verkehrslage in den Ballungszentren. Zu Rush Hour Zeiten würde sich der Verkehr dann zumindest auf den Straßen entzerren. Ob unser Verkehrsnetz noch ausgebaut, verbessert oder umstrukturiert werden muss, bleibt abzuwarten. Hoffentlich kommt es auf den Radwegen zukünftig nicht zu einem Chaos!

 


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